Thilo Rentschler wird neuer Oberbürgermeister

Aalen hat gewählt! Thilo Rentschler heißt der Nachfolger von Martin Gerlach, dessen Amtszeit am 1. Oktober 2013 ausläuft. Rentschler erzielte im zweiten Wahlgang 60,5 Prozent der Stimmen und lag mit 21,2 Prozentpunkten vor seinem Herausforderer Dr. Frank Baßler. Die Wahlbeteiligung blieb mit 43,6 Prozent hinter den Erwartungen zurück.

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Herr Rentschler, herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Wie fühlen Sie sich mit etwas Abstand zum Wahlabend?

$(text:i:Der Eindruck, mit welcher Freundlichkeit und Begeisterung mich die Aalenerinnen und Aalener begrüßt haben, wirkt noch immer nach. Das hat mich sehr bewegt. Ich habe auch Zuspruch gespürt von Menschen, die mich nicht gewählt haben. Das ist eine hervorragende Ausgangslage und ich werde mich als Oberbürgermeister natürlich für alle einsetzen und versuchen auch diejenigen zu gewinnen, die sich einen anderen Ausgang gewünscht hätten.)$

Bitte blicken Sie noch mal zurück auf den zehnwöchigen Wahlkampf. Welche Themen nehmen Sie aus dieser Zeit mit in die erste Amtszeit? Und welche Prioritäten setzen Sie?

$(text:i:Entscheidend ist für mich das Zusammenspiel zwischen Kernstadt und den Teilorten. Deshalb möchte ich sehr schnell alle Ortschaften besuchen und mit den Bürgerinnen und Bürgern die wichtigen Entwicklungsthemen herausarbeiten, die kurz-, mittel- und langfristig umzusetzen sind.

Wir müssen uns um bezahlbaren Wohnungsbau kümmern. Und ich habe die Entwicklung der Brachflächen im Blick. Das Stadtoval zum Beispiel ist ein riesiges Potenzial. Ich möchte weiterarbeiten an einem familienfreundlichen Aalen. Auch wenn wir gut dastehen und die Quote der U-3-Betreuung erfüllen, wir müssen schauen, dass die Gebühren bezahlbar bleiben und Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind. Und nicht zuletzt begeistern mich die vielen generationsübergreifenden Aktivitäten in der Stadt. Ob in der SHW Bergkapelle, dem Miteinander von Stadtkapelle und Jugendkapelle, ob bei der Feuerwehr oder in Sportvereinen, solche generationenübergreifenden Aktivitäten gibt es an vielen Stellen. Das sollte von städtischer Seite stärker gefördert werden.

Da bin ich auch schon bei den Haushaltsplanberatungen, die im Oktober beginnen. Da werden die Weichen auch für die kommenden Jahre gestellt.)$

Nun, da hat der Gemeinderat ja bereits die strategische Richtung vorgegeben. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs soll fortgesetzt und der Schuldenstand weiter reduziert werden. Deckt sich das mit Ihren Zielen?

$(text:i:Ja, es ist gerade in den wirtschaftlich starken Jahren gut, Schulden abzubauen . Was aber nicht heißt, dass wir wichtige Dinge hinten anstellen.
Wenn man den Bestand nicht pflegt und Dinge zu lange aufschiebt, dann wird es erst richtig teuer. Wir müssen mit Augenmaß investieren.)$

Zum Schluss: wie geht es in den nächsten Tagen weiter? Ist erst mal Urlaub angesagt?

$(text:i:Erst einmal bereite ich den Stabswechsel in Mariaberg vor. Und wir suchen eine gute Bleibe für die Familie in Aalen und einen Kitaplatz für unseren Jüngsten.
Dann sind 14 Tage Familienurlaub vorgemerkt.
Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben in Aalen, die ich im Oktober übernehmen werde.)$

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Rentschler!