Rauf auf den Braunenberg; rein ins Besucherbergwerk

Das Besucherbergwerk Tiefer Stollen ist am Samstag, 25. März in seine 31. Saison gestartet. „Das hervorragende Wetter am Eröffnungstag soll ein gutes Omen für die Jubiläums-Saison sein“, sagte Oberbürgermeister Thilo Rentschler, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Vereins Besucherbergwerk Tiefer Stollen ist. Traditionell wird die Saisoneröffnung im Betsaal des Gasthauses „Erzgrube“ begangen. In diesem Jahr feiert das Bergwerk seinen 30. Geburtstag. Dort, wo früher die Bergmänner vor Schichtbeginn die Heilige Barbara um einen guten Arbeitsverlauf baten.

Die SHW-Bergkapelle gehört traditionell zur Saisoneröffnung dazu.
Die SHW-Bergkapelle gehört traditionell zur Saisoneröffnung daazu. (© Benedikt Walther)

Nach dem musikalischen Auftakt durch die SHW Bläsergruppe unter der Leitung von Alfons Hug danke OB Rentschler allen Aktiven im Besucherbergwerk und im Verein. Obersteiger Fritz Rosenstock trug traditionell das Steigergebet vor. Anschließend lobte er den Zustand des Besucherbergwerkes, das sehr gut für die Zukunft aufgestellt sei. Von der Erzgrube ging es per Bergparade und das Steigerlied singend bergabwärts Richtung Besucherbergwerk, wo sich die erste offizielle Stollen-Einfahrt der neuen Saison anschloss.

Festwochenende zum 30-jährigen Jubiläum im Mai

In den vergangenen 30 Jahren sind rund 1,6 Millionen Besucher in den „Tiefen Stollen“ eingefahren. Dieser zählt damit zu den erfolgreichsten touristischen Ausflugszielen in Baden-Württemberg. Um das Besucherbergwerk noch attraktiver zu machen, wurden in den letzten Monaten untertage wie übertage zahlreiche Neuerungen umgesetzt.
Nach dem Abschluss der Ertüchtigungsmaßnahmen wird am Festwochenende 20./21. Mai das 30jährige Jubiläum des Besucherbergwerks Tiefer Stollen in Aalen- Wasseralfingen gefeiert. Mit einem interessanten Programm zeigt die Bergwerksmannschaft was über- und untertage im Tiefen Stollen Interessantes und Informatives zu sehen ist. Am Festwochenende wird auch der neu gestaltete Bergbaupfad eröffnet. Besucher haben auf drei Touren die Möglichkeit die Bergbautradition zu erkunden. Dieser neue Bergbaupfad umfasst drei kombinierbare Themenrunden, fünf Zugänge, sechs Kilometer und 22 Infotafeln, davon sieben komplett neu gestaltete. Für mehr als 300 Jahre wurde in Aalen-Wasseralfingen von den Schwäbischen Hüttenwerken Eisenerz abgebaut. Eine Tradition, auf welche die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger stolz sind. Nach dem Ende dieser Ära im Jahre 1939 wurde es zunächst still um das Bergwerk; bis 1986 eine Gruppe bergbauinteressierter junger Männer die Tiefen des Braunenbergs erkundete und das enorme Potential dieser Welt unter Tage erkannte. Mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters und des Gemeinderates konnte 1987 das Besucherbergwerk am Braunenberg eröffnet werden.

Festwochenende

SAMSTAG, 20. MAI VON 11 BIS 19 UHR UND
SONNTAG, 21. MAI VON 10 BIS 18 UHR

Aktionstag am und im Stollen

Außenbereich/Übertage
Schauvorführungen:

  • Kunstguss mit A. Neukamm
  • Historisches Eisenschmelzen mit der Gruppe „Alauni“. Projekt: „Eisenreich“
  • Baggerfahren - Geschicklichkeitsparcours
  • Goldwaschen
  • Fledermäuse – Naturkundliches über lebende Fledermäuse
  • Zauberer „Amadeus“


Informationsstände

  • Heilstollenverband
  • UNESCO GEO-Park Infostelle
  • Geologengruppe

Die Bewirtung mit Speisen und Getränken übernehmen die örtlichen Vereine. Neben schwäbischen Spezialitäten werden Kaffee und Kuchen angeboten.

NUR AM SONNTAG, 21. MAI 2017
14.30 Uhr Bergparade mit Verleihung Fahnenband - Bergmännische Traditionsgruppen und örtliche Vereine maschieren in einer Parade vom Restaurant „Erzgrube“ zum Sportplatz.
15 Uhr Begrüßung und Ansprache Oberbürgermeister Thilo Rentschler

Grußworte:
Christian Proß, Vorsitzender Landesverband der Bergmannsvereine Baden-Württemberg
Andrea Hatam, Ortsvorsteherin Wasseralfingen
Gemeinsames Singen des Steigerlieds

Eröffnung Tiefer Stollen

© Stadt Aalen, 05.04.2017

Busverbindung

Wegen einer Baustelle auf dem Erzweg ist eine Zufahrt für Busse zum Tiefen Stollen nur über die Hirschbachstraße möglich. Autos können weiterhin über den Erzweg das Besucherbergwerk anfahren.
Bahnreisende können vom ZOB mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis Röthardt fahren und das Besucherbergwerk von dort in ca. 10 Minuten Fußweg erreichen.

LEADER-Förderung